Fische haben viele Feinde

Fische haben viele Feinde!

 

Wenn man sich einmal ein Leben als Fisch vorstellen würde, dann kommt einem bestimmt bald mal das Grausen.

Die steigende Anzahl der Feinde unserer Wasserbewohner macht ihnen das Leben und die Fortpflanzung immer schwerer. Da helfen teilweise auch groß angelegte Schonmaßnahmen oder enormer Nachbesatz nicht mehr viel. In den letzten Jahren hat sich der Kormoran so als Fischfeind

 Nr. 1 herauskristallisiert. Sein etwas kleinerer Artgenosse, der Gänsesäger, ist dann gleich der nächste heißgeliebte Flattermann, der in unseren Gewässern sein Unwesen treibt. Aber tragen wir nicht auch selber einen gewissen Anteil an dem ganzen Ärger mit diesen „zugroaßt´n“ Federvieh? Das für diese zwei Spezien nicht von Anfang an eine konsequentere Bekämpfung von Seitens der Regierung auferlegt wurde, dafür können wir jetzt leider nichts mehr, aber dass wir unseren Fischen die nötigen Unterstände immer noch reduzieren oder entfernen, dass ist leider immer noch ein großes Manko. Kaum fällt irgendwo ein Baum in ein Fließgewässer, schon wird es wieder fein säuberlich entfernt, damit unsere Fischlein ja keinen Unterstand oder Versteck finden können.

Was ist sonst noch täglich auf der Jagd nach Frischfisch? Da könnten wir vielleicht noch die Reiher nennen, die aber im vergleich zu den anderen zwei Vögeln, sehr wenig Schaden anrichten. Jetzt gibt es auch stellenweise immer mehr die Minks und Fischotter, ganz zum Entsetzen mancher Fischzüchter oder Gewässerpächter. Der immer häufiger anzutreffende Biber frisst zwar keine Fische, er verhindert höchstens mit seinen Bauwerken, ein ungehindertes Schwimmen in manch kleinen Flüssen oder Bächen – dafür finden aber in einer Biberburg in einem See, unzählige Kleinfische wieder einen schützenden Unterstand.

Als nächsten Störenfried im Leben eines Fisches, dem jährlich auch zig-tausende Fische zum Opfer fallen, sind sämtliche Stauwehre und Wasserkraftswerksturbinen. Natürlich geht auch die Kanalisierung von Fließgewässern oder die neuerdings wieder künstlich angelegten Überschwemmungsgebiete auf die Kosten der Fische und deren Vermehrung. Von dem ganzen Saustall, der mit unseren Ozeanen getrieben wird, möchte ich jetzt erst gar nicht sprechen.  Dieser schwarze Peter bleibt auch wieder an den jeweiligen Betreibern und an den Gesetzen der Landesregierung hängen. Als letzter Feind lässt sich vielleicht noch der Berufsfischer mit seinen Netzen und Reusen und dann wir Angler, mit unserer Vielzahl von verschiedenen Ködern, erwähnen. Ich glaube, jetzt habe ich mal die meisten der „sichtbaren“ Feinde  unserer geschuppten Freunde aufgezählt.

Aber wie so immer, es gibt auch noch eine andere Form – eine, die für uns oftmals nicht zu sehen oder zu erkennen ist und die trotzdem für enorme Schäden verantwortlich ist.

Erinnern wir uns mal einige Jahre zurück, wie viele Jungfische hat es da noch in unseren Fließgewässern gegeben oder auch Hasel, Nasen, Nerflinge  oder Elritzen??

Sind all diese Fischarten nur den oben aufgeführten Feinden zum Opfer gefallen oder in andere Gewässerabschnitte abgewandert oder sind unsere Altfische schön langsam impotent, sodaß es mit der Vermehrung langsam auch ganz schlecht aussieht?

Damit wäre ich nämlich schon bei den unsichtbaren Feinden. Mittlerweile ist ja auch wissenschaftlich erwiesen, dass eine großer Prozentsatz unserer Fischarten wirklich unfruchtbar ist. Ein Hauptgrund dafür wird in den nicht abbaubaren Östrogenen (die größtenteils von den verschieden Anti-Baby Pillen stammen) aus den Klärwerken gesehen.

Diese und andere Chemikalien schädigen natürlich nicht nur still und leise unseren Fischbeständen, sondern auch den Fischnährtieren, was natürlich zur Folge hat, dass das natürliche Futterangebot auch immer weiter abnimmt. So schließt sich also die Kette wieder – die einen werden gefressen oder geangelt, die nächsten überleben in ihrem unfruchtbarem Dasein und für diejenigen, die sich noch richtig reproduzieren können – für die sind bald zuwenig Futtertierchen vorhanden! Das sind praktisch richtig gute Aussichten für die Bestandserhaltung mancher Fischsorten.

Wir können daraus lernen, dass unsere „sauberen“ und klaren Fließgewässer in Wirklichkeit nur optisch reiner geworden sind – einen richtig intakten biologischen Lebensraum stellen sie aber noch lange nicht dar!

Alle diese verschiedenen Fischfeinde stellen eine unglaublich große, tickende Zeitbombe dar – hoffen wir nur, dass uns die Zeit nicht davonläuft ohne das wir etwas dagegen getan haben, denn sonst können unsere Nachfahren bestimmte Fischarten nur noch in den alten Geschichtsbüchern bewundern!
 
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