verschiedene Karpfenkrankheiten

Karpfenlaus:

Übermäßiges springen oder wetzen an Steinen kann auf einen Befall durch die wintzige Karpfenlaus hervorgerufen werden. Sie können bis zu 5 mm groß werden und sind grünlich – gelb. Meistens findet man sie an den Flossenansätzen. Sie schmarotzen vom Blut des Fisches, indem sie seine Haut mit ihrem sehr feinen Stechrüssel durchbohren.

 

Fischegel:

Der zwischen 2 – 5 cm lange Außenparasit klammert sich mit seinem Saugrüssel von außen an die Karpfenhaut und durchsticht  diese, wie die Karpfenlaus,  mit seinem Saugrüssel und lebt dann vom Blut des Fisches bis er sich vollgesaugt hat und dann abfällt. Diese Parasiten können auch ansteckende Fischkrankheiten übertragen und können durch medikamentöse Behandlung bekämpft werden.

 

Grieskörnchenkrankheit:

Dabei erkrankt die Haut und die Kiemen des Fisches und ist mit vielen weißen Pünktchen übersät. Diese sind jedoch weich, im Gegensatz zum Laichausschlag mancher Fischarten, und können leicht entfernt werden.

Diese Parasiten treten meistens bei vielen zu dicht beieinander stehenden Fischen auf, wie man sie auch bei der Hälterung in der Teichwirtschaft oft findet oder aber auch im Aquarium.

 

 

Trichodina:

Er ist mit dem bloßem Auge nur als grauer Film auf der Schleimhaut erkennbar. Der äußerst kleine Parasit heftet sich von außen mit seinem  Hakenkranz an dem Fisch fest, besonders im Kiemenbereich und an der Haut. Um diese Krankheit aber genauer zu untersuchen, muß man sie unter dem Mikroskop analysieren.

 

Chilodonella:

Auch hier entsteht, ähnlich wie beim Trichodina ein weiß-bläulicher Film auf der Haut. Dieser Parasit heftet sich sich auch überwiegend an der Haut und an den Kiemen des Fisches fest. Einzelne Chilodonella-Parasiten sind auf jedem Fisch zu finden, bei einem größeren Befall endet dieser meist tödlich für den Fisch, wobei er einen Schwächezustand bei dem erkrankten Fisch auslöst. Hauptsächlich ist diese Krankheit bei zu enger Hälterung von zu vielen Fischen zu finden oder aber auch durch Erkrankung

anderer Fische übertragbar.

 

Saprolegniaceen:

Dieses schwierige Wort kann man auch einfacher als Fischschimmel übersetzen. Es ist eine sehr häufig auftretende Pilzerkrankung an der Haut des Fisches. Sie tritt nur an bereits durch andere Krankheiten geschwächten Fischen auf, besonders wenn diese bereits Verletzungen an der Schleimschicht haben, was oft auch durch unsachgemäße Behandlung von Anglern herrühren kann. Man sollte darum immer sehr achtgeben, wenn man einen Fisch aus dem Wasser nimmt, daß er möglichst nicht an seiner Schleimhaut verletzt wird. Dafür eignen sich natürlich die gepolsterten Abhakmatten besonders gut und falls da keine vorhanden ist, dann sollte der Untergrund doch zumindest möglich weich und auf alle Fälle naß sein.

Ein anderer Grund zur Verwendung der Abhakmatten ist nicht nur zum Schutz der Schleimschicht, sondern auch zum Schutz gegen innere Verletzungen, besonders auch der Kiemen. Diese Verletzungen entstehen meistens, wenn der Fisch auf zu hartem Untergrund zu springen anfängt, wobei sich dann meist die größeren und schwereren Exemplare die Blutgefäße in den Kiemenbögen aufschlagen können, wobei dann der Fisch stark zu bluten anfangen kann.

 

Kiemenfäule:

Diese Erkrankung befällt meistens Schleien und Karpfen.

Sie macht sich am Anfang meistens durch Atemnot bemerkbar, wobei die Kiemen beginnen anzuschwellen und zu bluten. Wird der Fisch in diesem Stadium nicht behandelt, zerstört der Pilz einen Großteil der Kiemengefäße.

Dieser sehr aggressive Pilz tritt vorwiegend in den Sommermonaten in Gewässern mit wenig Sauerstoff, hohem PH-Wert oder starker organischer Verunreinigung (Klärwerke usw.) auf.

Bei geringsten Anzeichen dieser Krankheit muß sofort gehandelt werden, da sonst mit erheblichen Verlusten zu rechnen ist, besonders bei kleineren Fischen.

 

Bauchwassersucht:

Dabei kann man zwischen der infektiösen und der chronischen Bauchwassersucht unterscheiden.

Bei der chronischen Variante handelt es sich um einen bakteriellen Befall der Fische, die auf der Haut sehr starke Geschwüre oder Entzündungen aufweisen, die bis in die Muskulatur hineinreichen können. Sie muß umgehend behandelt werden, da sonst auch mit hohen Ausfällen zu rechen ist.  Falls die Geschwüre verheilen, bleiben auf alle Fälle Narben auf der Fischhaut zurück.

 

Nach der Überwinterung und Wiedererwärmung im Frühjahr sind die Karpfen besonders anfällig, da ihre Energiereserven verringert oder gar ganz erschöpft haben. Die in unseren Breitengraden sehr langen Wassertemperaturen zwischen

12 – 18 C sind für den wärmeliebenden Karpfen eher problematisch.

Die dadurch eingeschränkten Stoffwechselvorgänge sowie auch die körpereignen Abwehrkräfte sind in dieser Temperaturspange sehr stark eingeschränkt. Dadurch können im Frühjahr die Karpfen eher an der infektiösen Bauchwassersucht (IBW) erkranken, was sich vor allem äußerlich als sichtbare Hautentzündungen oder aber auch in Form von Geschwüren und Wasseransammlung in der Leibeshöhle, Glotzaugen, sowie umfangreiche Leber-, Nieren und Darmschädigungen erkenntlich zeigt. Dieses konditions- und temperaturabhängige Erkrankungsgeschehen kann zu hohen Ausfällen führen. Bei dieser Krankheit lassen sich entweder Viren oder Bakterien für den Ausbruch der IBW verantwortlich machen. Diese viralen  und/oder bakteriellen Infektionen klingen aber bei einer ansteigenden Wassertemperatur, höher als 18 C, ziemlich schnell wieder ab. Bei einer Wassertemperatur von 25 C treten keine Verluste mehr durch die Frühjahrsverämie und IBW mehr auf.

Die Bauchwassersucht beim Karpfen kann nur sehr schwer bekämpft werden. Eine Behandlung durch Medikamente (Antimikrobiotika) ist eigentlich nicht durchführbar.

Das einzig wirksame Mittel gegen eine Erkrankung der Fische ist, der Ernährungszustand der Fische im Frühjahr. Damit ist gemeint, dass wir darauf achten sollten, dass die Karpfen genügend hochwertige Naturnahrung oder auch vollwertiges Fischfutter im Herbst und auch im Frühjahr bekommen, wenn sich die Wassertemperaturen abkühlen und dann wieder langsam erwärmen. Bei unzureichender Ernährung kommt es dagegen zum Eiweiß- und Fettmangel, zu schlechtem Wachstum, zu Schädigungen  der Leber und zu Störungen des Wasserhaushaltes. Besonders in der Aufzucht von Karpfensetzlingen ist eine hochwertige Zufütterung zu empfehlen, die schon ab einer Wassertemperatur von

4 C durchgeführt werden kann. Die Darmtätigkeit der Fische bleibt dadurch aktiv, sodaß sich keine toxinbildenden Bakterien festsetzen können. Ganz besonders wichtig ist eine ausreichende Versorgung mit essentiellen Fettsäuren, die zu einer Verbesserung der Zellmembranstabilität beitragen und dadurch das Eindringen von Bakterien und Viren verhindern.

  

Schwimmblasenentzündung:

Diese Erkrankung gehört auch mit zum Krankheitskomplex der Bauchwassersucht. Im Anfangsstadium erkennt man eine entzündliche Rötung der Schwimmblase was bei Fortschritt der Krankheit zu gallertartigen Belägen auf der Schwimmblase führen kann, die sich dann zunehmend mit blutig-schleimiger Flüssigkeit füllt. Dadurch wird natürlich die ganze Motorik des Karpfens gestört, was sich durch seitliches schwimmen, Kopfstehen, gekrümmten Körper oder kreisenden Bewegungen bemerkbar macht.

 

Karpfenpocken:

Hierbei handelt es sich wiederrum um eine Viruserkrankung, deren Merkmale dicke, gallertartige Beläge auf den Flossen und der Haut sind.

Die Gräten der erkrankten Tiere sind sehr weich und der Fisch ungewöhnlich biegsam. Bei dieser Erkrankung besteht aber die Möglichkeit, daß sie der Fisch wieder ausheilt, wenn er in ein neues Wasser umgesetzt wird.

Man kann die Pockenerkrankung sehr leicht von Pilzen und Hauttrübern unterscheiden, da sich die Pilze leicht mit der Hand von der Schleimschicht wegwischen lassen, die Pocken hingegen nicht.

 

Kiemennekrose:

Auch hierbei können ähnlich wie bei der Kiemenfäule sehr starke Verluste auftreten. Bei der Kiemennekrose schwellen zuerst die Kiemen an und es treten Blutungen auf, was im Verlauf der Krankheit zum Absterben des Kiemengewebes führt. Der Fisch verfärbt sich meistens dunkel und leidet auch unter Krämpfen.  Falls sich der Fisch dennoch erholen kann, hat er die Veranlagung, dieses abgestorbene Gewebe abzustoßen und durch neues zu regenerieren.

 

Nelkenbandwurm:

Die Nelkenbandwürmer spielen eine große Rolle als Parasiten für die Karpfen. Ihr Name geht auf die Form des Kopfes oder besser des Scolex zurück, die vergleichbar mit einer geschlossenen Nelkenblüte ist, bzw. einer Gewürznelke ähnelt.

Es gibt in Europa 10 bekannte Arten, davon konnten in Deutschland bisher nur 5 nachgewiesen werden.

Die Nelkenbandwürmer bilden keine Bandwurmgliederkette. In ihrem Körper ist nur ein Satz der Geschlechtsorgane vorhanden. Ihre Länge kann, je nach Art, zwischen 3 – 100 mm schwanken.

Ein Schaden für den jeweiligen Fisch, tritt meist ab einer Anzahl von einigen Dutzend Würmern im Darm auf. Es beginnt mit Entzündungen der Darmschleimhaut und kann bis zum Darmdurchbruch gehen. Nebenbei tritt noch bei dem befallenem Fisch eine Wachstumsverzögerung ein, was auch zur Abmagerung führen kann.

Die Krankheit kann mit medikamentiösen Mitteln bekämpft werden, vor allem mit Niclosamid.

 

Nelkenbandwurm:

Die Nelkenbandwürmer spielen eine große Rolle als Parasiten für die Karpfen. Ihr Name geht auf die Form des Kopfes oder besser des Scolex zurück, die vergleichbar mit einer geschlossenen Nelkenblüte ist, bzw. einer Gewürznelke ähnelt.

Es gibt in Europa 10 bekannte Arten, davon konnten in Deutschland bisher nur 5 nachgewiesen werden.

Die Nelkenbandwürmer bilden keine Bandwurmgliederkette. In ihrem Körper ist nur ein Satz der Geschlechtsorgane vorhanden. Ihre Länge kann, je nach Art, zwischen 3 – 100 mm schwanken.

Ein Schaden für den jeweiligen Fisch, tritt meist ab einer Anzahl von einigen Dutzend Würmern im Darm auf. Es beginnt mit Entzündungen der Darmschleimhaut und kann bis zum Darmdurchbruch gehen. Nebenbei tritt noch bei dem befallenem Fisch eine Wachstumsverzögerung ein, was auch zur Abmagerung führen kann.

Die Krankheit kann mit medikamentiösen Mitteln bekämpft werden, vor allem mit Niclosamid.

 

 

 

 
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