Still searching !!!!


 

 

 

Tell me why???

 

Diese Frage haben sich bestimmt schon die meisten aus unserer Zunft schon manchmal gefragt.

Dazu fällt mir ein gutes Zitat eines bekannten englischen Karpfenfischers ein:

 

„Aber nichts, absolut gar nichts kommt heran an das Karpfenfischen.

Kein anderes Angeln bietet solche Erregungen und Entäuschungen .

Es fordert von seinen Jüngern Hingabe bis zum Fanatismus, es kann zur Besessenheit werden.

Wie jede Besessenheit weckt es einen unersättlichen Appetit.

Ein Angler, den das Karpfenfieber gepackt hat, lebt wahrhaft nur am Wasser.

Beruf, Gesellschaft oder Familie rücken an die zweite Stelle.

Wenn ich zugebe, sie leiden darunter, so übertreibe ich bestimmt nicht.

Man kann durch seine Leidenschaft leicht zum absoluten Eremiten werden,

der sich von seiner Umwelt gänzlich abgesondert hat!!!!!“



 

Warum nehmen wir all diese Strapazen, Unkosten oder Zeitaufwand in Kauf?

Warum treibt uns unser Hobby zu immer neuen Herausforderungen?

Warum sind wir immer auf der Suche nach einem noch besseren Gewässer mit vielleicht noch größeren Fischen?

Unser Hobby ist schon teilweise so komplex und intensiv, dass sich das ein richtiger „Hobbyangler“ gar nicht vorstellen oder nur sehr schwer begreifen kann.

Aber vielleicht ist es ja gerade dieser gewisse Unterschied, der uns so von der Masse der angelnden Menschheit abhebt – der uns vielleicht gerade deshalb so süchtig macht, nach Wasser, Natur und kapitalen Karpfen!

Ich möchte nicht wissen, wie viele Carp Hunter alleine in Deutschland, jede Woche unterwegs sind, die eigentlich nur noch für ihr Hobby leben und arbeiten und alle sonstigen menschlichen Verbindungen, wie Familie oder Freunde, gar nicht mehr kennen.

Ist es dieses Hobby, oder so eine Lebenseinstellung, wirklich wert, auf so vieles zu verzichten oder so abgegrenzt zu leben?

 Wenn man die letzten 20 Jahre zurückblickt, dann gibt es bestimmt nicht sehr viele Angelarten, die sich so extrem weiterentwickelt haben – sei es nun von der ganzen Ausrüstung her, bis hin zum Wachstum der Fische. Mir fallen dazu nicht sehr viele ähnliche Beispiele ein. Betrachtet man den Hecht, da wurden immer schon recht kapitale Exemplare gefangen, genauso wie jetzt auch jedes Jahr. Der einzigste Konkurrent könnte vielleicht der Waller sein, der sich in den letzten 10 Jahren auch sehr stark in Deutschland vermehrt hat und von dem auch jedes Jahr unzählige Exemplare über 2 m gefangen werden – die hat es zwar früher auch bei uns gegeben, aber da waren sie halt noch die absolute Ausnahme. Wenn wir dagegen unseren Zielfisch betrachten, so war vor 20 Jahren ein Karpfen mit 25 Pfund schon was Seltenes, geschweige ein 30iger. Bei den 40igern sind eh schon bald alle Zeitungen zusammen gelaufen und von einem 50iger oder 60iger hat man so gut wie gar nichts gehört!





Heutzutage sieht es da schon ein wenig anders aus. Manchmal denke ich mir, ein schöner 20iger zählt eh schon nichts mehr, oder viele denken, dass die fische vielleicht schon mit dieser Größe aus dem Ei schlüpfen. Wenn man manche Gespräche so verfolgt oder im Internet liest, dann geht es ja erst langsam mal ab 30 los und ein 40iger sollte allemal in jedem Tümpel schwimmen. Irgendwie ist das auch nach zu vollziehen, denn wenn man überall die Berichte und Fotos sieht, welche Mengen an großen Karpfen, über 20 kg,  hier bei uns jedes Jahr gefangen werden, dann kann man auch verstehen, das sich jeder seine Ziele um einiges höher gesteckt hat.

Die Gewichtszunahmen der Fische, seit in den meisten Gewässern so intensiv mit den runden Pralinen gefüttert wird, ist ja auch gewaltig und wenn man da dann noch die richtigen Giganten über 30 kg sieht, die jedes Jahr auf die Matte gelegt werden, dann kann man sich schon langsam fragen, wie das wohl noch weitergehen soll und wann vielleicht mal ein Ende der Gewichtszunahme erreicht sein wird.



Ich habe dazu mal vor einigen Jahren schon einen interessanten Artikel in einer großen, deutschen Tageszeitung gefunden:

 

    „ Karpfen bald so groß wie Schweine!“

Darin wurde berichtet, dass eine kanadische Firma das Patent auf genmanipulierte Fischarten erhalten hatte. Die mehr als ein Dutzend aufgeführten Fischarten würden, dabei mit Genen fremder Arten behandelt und produzierten dadurch unnatürlich große Mengen an Wachstumshormonen, wodurch in kurzer Zeit Fische gezüchtet werden könnten, die bis zu achtmal so groß wären, wie ihre normalen Artgenossen!!!!!

Begründet wurde dieser ganze Saustall, mit der Ernährung der Weltbevölkerung, die das Siebenfache der jetzigen Fischmenge zum Verzehr bräuchte!! 

Auch China scheint schon mit transgenen Fischen zu arbeiten. Chinesische Wissenschaftler untersuchten, inwieweit transgene für rasches Wachstum erzeugte Karpfen auch widerstandsfähiger gegen Krankheiten sind. Die transgenen Karpfen haben nicht nur für das Züchtungsziel besseres Wachstum erreicht, sondern zeichnen sich auch durch eine höhere unspezifische Immunabwehr aus! 

Erst 2006 wurde in der Presse berichtet, dass auch in England ein neuer „Superkarpfen“ gezüchtet wurde. Dieser Cyprio, genannt F2, gehört zu einer extrem schnell wachsenden Rasse, die innerhalb von nur 2 Jahren auf 10 Pfund Körpergewicht heranwachsen kann. Dieser Spiegelkarpfen hat einen dreifachen Gensatz und kann sich außerdem nicht fortpflanzen. Der ganz entscheidende Vorteil, außer seinem Wachstum, liegt in seiner Immunität gegenüber dem Koi-Herpes Virus.

Die englischen Behörden haben diesen Karpfenstamm bereits nach mehrmonatiger Prüfung zum Besatz freigegeben. Von Kritikern wird aber bereits befürchtet, dass diese Fische die tödliche Koi-Seuche, trotzdem übertragen können, ohne dabei selber zu erkranken!

Wie man aus solchen Berichten oder Meldungen, erkennen kann, lässt sich auch die Wissenschaft so manche Dinge einfallen, damit es mit unserem geliebten Fischlein immer schön bergauf geht. Es kann aber auch genauso zeigen, dass unsere Passion irgendwann einmal vor dem Ende stehen wird, indem dann jeglicher Reiz für ein „normales“ Karpfenfischen verloren gegangen ist. Wenn es mal soweit kommt, wie z.B. bei den vielen Forellenanlagen, dass man praktisch nur noch den richtigen Züchter kennen muß, der dann die begehrten Salmoniden von 1 – 10 kg Stückgewicht locker liefern kann, wie soll es dann erst zugehen, wenn man die 25 kg Carp´s auch schon per Container bestellen kann und die dann in wirklich jedem Tümpel herumschwimmen??????????

Wo bleibt dann der Anreiz für unser Hobby – welchen Fisch sollen, oder müssen wir uns dann noch erarbeiten?

Das hört sich jetzt vielleicht alles ein wenig übertrieben an, aber der ganze Grundgedanke dieser Zeilen ist, das wir uns einmal ein paar Gedanken über unser Hobby machen und auch über die Zukunftsperspektiven, die wir vielleicht haben wollen, um unsere geliebte Freizeitbeschäftigung  noch viele Jahre weiter ausüben zu können.

Vielleicht hilft es auch, wenn wir die Kreatur Karpfen allgemein ein wenig mehr schätzen, egal ob der Fisch erst 5 kg hat oder schon 15.

Ist ein Zeiler, oder Fully Scaled,  mit einigen Pfund nicht genauso viel wert,(…. oder fangen wir so einen etwa bei jeder Sitzung??), als wie ein Schuppi mit 20 kg?

Ich denke, wir sollten uns über jeden gefangenen Fisch freuen, den wir durch unsere Zeit und Aufwand überlisten konnten und nicht nur immer nach den Kapitalen Ausschau halten. Wir sollten uns vielleicht auch mal mehr mit der ganzen Lebensweise des Karpfen beschäftigen und dem von uns beangelten Gewässer, als wie nur zu versuchen, mit den neuesten High-Tech Ködern und sonstigen allerneusten Ausrüstungsgegenständen, auf Biegen und Brechen, einen richtigen Koffer zu fangen. Wenn wir schon so verbissen den größeren Exemplaren nachstellen, dann kommt es doch im Großen und Ganzen auch nur auf drei wesentliche Dinge an:

-          das richtige Gewässer zu finden

-          die darin befindlichen Standorte oder Fressplätze der Karpfen zu lokalisieren

-          einen attraktiven Hakenköder anzubieten, der dem Karpfen schmeckt!

 

Alles was dann hinterhalb unseres Vorfaches kommt, ist im Grunde genommen eher was für das Auge, oder inneren Ego des Anglers, als wie für unseren Zielfisch! Den interessiert es nämlich ziemlich wenig, an welcher Schnur oder Angel er hängt und welche elektronische Nobelmarke seinen Boilietest verraten hat.

Wenn wir uns diese drei Punkte öfters vor Augen halten, bevor wir uns wieder den neuesten Tackle-Schnickschnack kaufen, dann bleibt uns eine Menge Kohle über, die wir in gutes Futter und anständige Knödel investieren können!

 

 

 

 

What helps us the best equipment and the best bait´s, if we sit at a swim where never swims any carp arround??????????

 

Any size of carp should make us happy

not only the Big One !

 


 

 

 

 

In diesem Sinne noch eine erfolgreiche Saison 2008

 

Hubert <°)(((><

 

 

 

 

 
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